Wer wir sind

Die 1963 gegründete Europäische Föderation für Katholische Erwachsenenbildung – Federation Européenne pour l’Education Catholique des Adultes (FEECA) – verbindet nationale Zusammenschlüsse katholischer Erwachsenenbildungseinrichtungen zu einem europäischen Netzwerk.

Orientiert am biblischen Menschenbild sehen die Mitglieder der FEECA ihre Aufgabe darin, sich für die Würde jedes Menschen und für sein Recht auf ganzheitliche Bildung in der pluralen europäischen Gesellschaft einzusetzen. Somit ist FEECA Kirche.

Die FEECA unterstützt die Arbeit ihrer Mitglieder auf vielfältige Weise. Sie bietet im Rahmen ihrer Zusammenkünfte Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch, veranstaltet Studientagungen und Symposien, lädt zur Teilnahme an den Bildungsprogrammen der EU ein oder entwickelt selbst Projekte in diesem Rahmen. Die FEECA unterhält Kontakte zu nationalen und internationalen kirchlichen, staatlichen und gesellschaftlichen Institutionen und beteiligt sich aktiv an der Bildungspolitik. Die FEECA unterhält mit anderen Trägern das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung. Die FEECA hat einen unabhängigen, gemeinnützigen Rechtsstatus.

Die Mitglieder der FEECA  richten ihre Bildungsangebote an alle interessierten Menschen. Die Themenfelder erstrecken sich auf alle Gebiete der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Personenbezogene und politische Bildung, Familien- sowie religiös-theologische Bildung.
Besondere Zielgruppen sind Eltern/Familien, Senioren, im Ehrenamt Tätige; einige Mitglieder verweisen auf gezielte Angebote im Rahmen der Inklusion Behinderter und für Migranten.
Die Mitglieder beteiligen sich ebenfalls an nationalen und europäischen Projekten.
Im Berichtsjahr 2015/2016 nahmen rund 4.660.000 Menschen an 206.000 Veranstaltungen der in der FEECA zusammengeschlossenen katholischen Erwachsenenbildung mit insgesamt 2.700.000 Arbeitseinheiten teil. Die detaillierten Zahlen finden Sie hier.

Meldungen

Stellenausschreibung

Für das gemeinsame Europabüro katholischer Träger der Jugendarbeit und Erwachsenenbildung* mit Dienstsitz in Brüssel suchen wir eine/einen
Europareferentin/Europareferenten
mit folgenden Aufgaben:
•    Beschaffung von europabezogenen Informationen für die Bildungsarbeit
•    Monitoring für Fragen der europäischen Bildungspolitik, politisch-strategische Beratung der Träger des Europabüros in Deutschland
•    Information über Fördermöglichkeiten und Mittelbeschaffung
•    Beratung von Trägern der Bildungsarbeit/Mitgliedseinrichtungen und Anregung beim Aufbau von Projekten und Partnerschaften
•    Vertretung von Anliegen der beteiligten Organisationen gegenüber der EU und Begleitung des fachlichen Diskurses
•    Unterstützung bei der Kontaktaufnahme der Träger des Europabüros mit einschlägigen Stellen im europäischen Kontext
Für diese Tätigkeit sind neben Deutschkenntnissen fundierte Kenntnisse in den europäischen Arbeitssprachen (Englisch/Französisch) erforderlich. Erfahrungen in der Jugend- und Erwachsenen-bildung, Erfahrungen in der Arbeit mit nationalen und internationalen Organisationen sind von Vorteil. Wir erwarten eine Bindung an die katholische Kirche.
Das Europabüro vertritt die Anliegen mehrerer Träger der kirchlichen Jugend- und Erwachsenen-bildung aus Europa. Die Anstellung erfolgt beim AKSB e.V., der für die Trägergemeinschaft die organisatorische Verantwortung hat.
Der Umfang der Tätigkeit beträgt 100 %. Tätigkeitsbeginn ist der 01.07.17 oder der nächstmögliche spätere Termin. Die Anstellung erfolgt zunächst befristet auf zwei Jahre. Die Vergütung erfolgt nach dem TVöD.
Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen erwarten wir per E-Mail an den AKSB e.V. – Arbeitsgemein-schaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland e.V., Heilsbachstr. 6, 53123 Bonn, bis zum 20.05.2017, zu Händen des Geschäftsführers des AKSB e.V., Herrn Dr. Karl Weber, unter der E-Mail: bewerbung@aksb.de.

* Träger des Europabüros sind die:
–    Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland  e.V.(AKSB e.V.)
–    Arbeitsstelle für Jugendseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz (afj)/Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)/Jugendhaus Düsseldorf e.V.
–    Katholische Erwachsenenbildung Deutschland – Bundesarbeitsgemeinschaft e.V. (KEB Deutschland)
–    Europäische Föderation für Katholische Erwachsenenbildung (FEECA)

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Karl Weber Tel.: (0228) 28929-50,
E-Mail: weber@aksb.de. Informationen: www.cathyouthadult.org.

 

Quo Vadis Europa?
Europäische Fachtagung der katholischen Erwachsenenbildung zum Thema Europa

In Zeiten eines wachsenden Nationalismus in vielen europäischen Staaten stellt sich die Katholische Erwachsenenbildung die Frage, wie die Zukunft Europas aussieht und welche Rolle und Aufgabe die Katholische Erwachsenenbildung in diesem Zusammenhang hat.

Welche Leitidee steckt hinter Europa? Welche Leitidee bewegt uns als Katholische Erwachsenenbildung? Wie geht die Katholische Erwachsenenbildung mit dem Wunsch nach nationaler Identität um? Wie verorten sich die einzelnen Länder in Europa? Wie können Menschen für europäische Themen begeistert werden? Diese und weitere Fragen beschäftigten rund 20 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus acht Staaten vom 24.-26. April 2017 in Vilnius. Die Fachtagung wurde von der Europäischen Föderation für Katholische Erwachsenenbildung in Europa (FEECA) in Kooperation mit der Konrad-Adenauer Stiftung und dem Hilfswerk Renovabis durchgeführt.
Mit dem Referenten Arnoldas Pranckevičius, Leiter der Europäischen Kommissionsvertretung in Vilnius, gab ein begeisterter Europäer den ersten Impuls für die Fachtagung. Er machte deutlich, dass viele Nationalstaaten der EU bei eigentlich national verursachten Problemen die Schuld geben und zeigte auf, dass bei 27 Mitgliedsstaaten Lösungen zwar etwas Zeit benötigen, aber viele Verordnungen am Ende eine Arbeitserleichterung darstellen. So muss z.B. für den Warenexport nur eine und nicht 27 Verordnungen gekannt und beachtet werden. Es wurde auch deutlich, dass für die baltischen Staaten die Bedrohung durch Russland eine große Bedeutung hat und für sie eine Mitgliedschaft in der EU von großer Wichtigkeit ist. Überhaupt hat die Tagung gezeigt, dass ein Austritt aus der EU für keinen der Teilnehmenden eine Option ist. Wichtig ist und bleibt ein Europa der Regionen, in denen nationale Identität gelebt werden kann, aber auch das Gefühl von Wirkmächtigkeit der Menschen bzw. der Regionen beachtet wird.
Bei dem Vortrag von Grazina Kaklauskiene, Direktorin der Nationalen Agentur für Erasmus+ in Litauen, wurde deutlich, dass die Bildungsprogramme der Europäischen Kommission seit ihrem Start sehr erfolgreich und nachgefragt waren. Letztendlich zeigte sich aber auch, dass nur ein geringer Prozentsatz aller EU- Bürger/innen in den Genuss von diesen gekommen ist. Eine Budgeterhöhung, wie auch von den Bildungsträgern und den NA-Direktoren gefordert, ist also unumgänglich.
„Leider wurde der ursprüngliche Grundsatz, die Menschen Europas näher zusammen zu bringen oder Europa eine Seele zu geben, immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Grundbildung und Employability sind die letzten Jahre die handlungsleitenden Maximen geworden. Die EU muss stärker Programme fördern, die den europäischen Bürgersinn stärken und Sorge tragen, dass sich auch verstärkt nichtakademische Menschen an den Programmen beteiligen können“ fordert Dr. Alois Becker, Präseident der FEECA am Ende der Veranstaltung.

 

Bericht der Kooperationsveranstaltung: „Europäischen Gemeinschaftssinn beleben, Bildung stärken, Erasmus + vereinfachen“
„Die Europäische Idee ist kein Selbstläufer“ – dieskooperationsveranstaltunge im Rahmen des Fachgesprächs unter dem Titel „Europäischen Gemeinschaftssinn beleben, Bildung stärken, Erasmus+ vereinfachen“ benannte Erkenntnis gewinnt vor dem Hintergrund des Brexit-Referendums und dem Erstarken populistischer Parteien in ganz Europa eine besondere Bedeutung. Wie dazu das EU-Programm Erasmus+ beiträgt und welche Rahmenbedingungen dazu nötig sind, thematisierte das Fachgespräch am 6. Dezember 2016 im Haus der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) in Brüssel. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej), die EKD sowie die Träger des katholischen Europabüros für Jugend- und Erwachsenenbildung (BDKJ, afi, KEB, askb, FEECA) hatten zu diesem ökumenischen Fachgespräch eingeladen. Vertreter aus der katholischen sowie evangelischen Jugendarbeit und der Erwachsenbildung tauschten sich mit Vertretern der EU Institutionen, der Nationalen Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung sowie mit Experten aus der Wissenschaft über den Europäischen Gemeinschaftssinn aus und mit mehr als 50 Teilnehmenden war die Veranstaltung gut besucht. Den ganzen Bericht lesen Sie hier.

Einladung zu einer Kooperationsveranstaltung von aej und EKD sowie den Trägern des katholischen Europabüros für Jugend- und Erwachsenenbildung
„Europäischen Gemeinschaftssinn beleben – Bildung stärken – Erasmus+ vereinfachen“ „Impulse für die europäische Bildungszusammenarbeit in der Jugend- und Erwachsenbildung“ im Haus der EKD, Rue Joseph II 166, 1000 Brüssel am 6. Dezember 2016 um 11:30 Uhr mit anschließendem Mittagsimbiss. Weitere Infos finden Sie hier.

 

Positionspapier des katholischen Europabüros zur Integration von Flüchtlingen in Europa
Kaum ein Thema bewegt die Menschen in Europa zurzeit so sehr wie die aktuelle Zuwanderung von Flüchtlingen. Eine große Hilfsbereitschaft geht durch Deutschland und Europa, doch es gibt auch starke Ablehnungstendenzen. Hier gibt es das vollständige Dokument:  Positionspapier des katholischen Europabüros zur Integration von Flüchtlingen in Europa

 

Stellungnahme zu Erasmus+

Anlässlich der Vorbereitung auf die Zwischenevaluation der EU-Kommission zu dem Programm Erasmus+ für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport haben sich 17 Organisationen – darunter die fünf Träger des Europabüros für katholische Jugend- und Erwachsenbildung – AKSB, BDKJ, KEB, afj und FEECA – in einer Stellungnahme zur Weiterentwicklung des Programms Erasmus + in JUGEND IN AKTION und GRUNDTVIG  ausgesprochen. Dabei begrüßen die beteiligten Organisationen  grundsätzlich die Investitionsbereitschaft der EU im Jugend- und Bildungssektor. Aus den Erfahrungen der ersten Förderrunden weisen Sie in der Stellungnahme auf Problemlagen in der non-formalen Bildung hin und  fordern in 17 Punkten unter anderem:

  • eine bessere Sichtbarkeit der non-formalen Bildung,
  • eine signifikante Erhöhung der Förderung, die bei den Projekten ankommt,
  • keine  einseitige Ausrichtung an arbeitsmarktpolitischen Zielsetzungen,
  • die Berücksichtigung kleiner und großer Träger gleichermaßen,
  • die Pauschalen den realen Kosten anzupassen.

Das Europabüro für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung sowie die Brüsseler Büros vom Deutschen Caritasverband e.V. und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sorgen zurzeit für eine breite Verteilung der Stellungnahme u.a. bei deutschen und europäischen Parlamentariern, bei den zuständigen Generaldirektionen der EU-Kommission und den zuständigen Bundesministerien sowie Nationalen Agenturen in Deutschland, Österreich und Luxemburg. Darüber hinaus wird die Leiterin des Europabüros für katholische Jugendarbeit und Erwachsenbildung am 21. Oktober 2015 bei einer Konferenz im Europäischen Parlament zur Weiterentwicklung des Programmes Erasmus + die genannten Kritikpunkte vortragen. Gesamte Stellungnahme

Katholische Erwachsenenbildung in Europa – Fit für die Zukunft?!

Die gestern zu Ende gegangene Fachtagung der FEECA behandelte dieses Jahr das Thema „Katholische Erwachsenenbildung und neue Medien“. Es zeigte sich, dass die Katholische Erwachsenenbildung in Europa  intensiv an dem Einsatz digitaler Medien in die Bildung sowie der Medienbildung arbeitet. Allerdings gibt es auch noch „Luft nach oben“.

Die 20 Teilnehmenden aus 9 Ländern berieten sich zum Einsatz von Medien in der Erwachsenenbildung und der Herausforderungen, die es noch diesbezüglich gibt. Sie informierten sich über das Rezeptionsverhalten unterschiedlicher „Milieus“, hier zeigte sich die Notwendigkeit von digitalen Lernmöglichkeiten für die Zukunft der Erwachsenenbildung ganz deutlich.  Ebenso konnte sich über Projekte in den einzelnen Ländern informiert werden. So hat z.B Ungarn ein multimediales Webportal zur katholischen Soziallehre sowie für den Bereich Ehe- und Familienbildung eigerichtet. Wie auch in den letzten Tagungen, stand das voneinander Lernen im Mittelpunkt. Unterstützung durch Referate erfuhr die Tagung durch Prof. Andreas Büsch, Katholische Hochschule Mainz und Clearingstelle der Deutschen Bischofskonferenz,  und Pater Philipp Reichling OPream, Katholischer Rundfunkbeauftragter-Kirche im WDR. Judith Wind aus dem Europabüro hat darüber hinaus über aktuelle Entwicklungen in Brüssel berichtet. Die Veranstaltung wurde von renovabis unterstützt.

TTIP und TiSA gefährden Bildungspolitik auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene
Die Träger des Europabüros für katholische Jugendarbeit und Erwachsenenbildung haben ein entsprechendes Positionspapier verfasst, das Forderungen für die weiteren Verhandlungen benennt. In diesem sprechen sich die Träger für eine Herausnahme des gesamten Bildungsbereichs aus. Die Stellungnahme finden Sie hier.

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